addnine

Akkordaufbau

Jeder Akkord einer Tonart entsteht auf dieselbe Weise: Man nimmt einen Ton der Tonleiter und stapelt jeden zweiten Ton darüber. Ob daraus Dur, Moll oder vermindert wird, entscheidet allein die Tonleiter. Wähle Tonart und Tonleiter, tippe eine Stufe an und sieh, wie aus Terzen ein Akkord wird.

Grundton
Tonleiter
Akkord

Terzen schichten

Die Tonleiter von C-Dur über zwei Oktaven. Tippe einen Ton an: Er wird zum Grundton, und jeder zweite Ton darüber kommt dazu.

I
C
Dur-Dreiklang
1 · Tonleiter: jeden zweiten Ton nehmen
½ Halbtonschritt1 Ganztonschrittunterstrichen: Grundton der Tonart
2 · Terzen zählen: kleine Terz = 3 Halbtöne, große Terz = 4
3 · Als Noten: die Tonleiter, daraus der Stapel
4 · Auf der Klaviatur
5 · Auf der Gitarre

Die sieben Stufenakkorde von C-Dur

Dasselbe Verfahren auf jedem Ton der Tonleiter ergibt sieben Akkorde. Die römische Zahl nennt die Stufe: groß für Dur, klein für Moll. Unter den Karten stehen alle sieben als Notenstapel: Auf dem Notensystem liegen die Töne eines Terzstapels immer alle auf Linien oder alle in Zwischenräumen.

anders als in natürlich MollT Tonika · S Subdominante · D Dominante (Funktion)

Das Muster: Dur und dreimal Moll

Alle vier Tonleitern auf demselben Grundton C. Hell hinterlegt ist, was sich gegenüber natürlich Moll ändert. Tippe eine Zeile an, um sie oben zu verwenden.

Warum jeder zweite Ton?

Zwischen zwei Tönen, die in der Tonleiter einen Ton auseinanderliegen, liegt eine Terz. Stapelt man Terzen, klingen alle Töne zusammen und reiben sich nicht: Das ist der Grundbauplan fast aller Akkorde in Pop, Rock, Klassik und Jazz.

Eine Terz überspringt einen Ton der Tonleiter, umfasst also zwei Schritte. Ob sie groß (4 Halbtöne) oder klein (3 Halbtöne) wird, hängt davon ab, ob zwischen den Tönen ein Halbtonschritt liegt. Weil die Halbtonschritte in der Tonleiter fest verteilt sind, ergibt sich für jede Stufe immer derselbe Akkordtyp, in jeder Tonart.

  • Drei Töne (1, 3, 5) sind ein Dreiklang.
  • Vier Töne (1, 3, 5, 7) sind ein Vierklang oder Septakkord. Typisch für Jazz, Soul und Bossa Nova.
  • Stapelt man weiter, kommen 9, 11 und 13 dazu. Mehr dazu unter Akkordfarben.

Große und kleine Terzen

Unten + obenErgebnisQuinte
groß + klein (4 + 3)Durrein (7)
klein + groß (3 + 4)Mollrein (7)
klein + klein (3 + 3)vermindert °vermindert (6)
groß + groß (4 + 4)übermäßig +übermäßig (8)

Beim Vierklang kommt eine dritte Terz dazu. Die Septime ist dann groß (11 Halbtöne, maj7), klein (10, „7“) oder vermindert (9, °7).

Drei Moll-Tonleitern

  • Natürlich Moll (äolisch) hat dieselben Töne wie die Dur-Tonleiter eine kleine Terz höher. a-Moll und C-Dur teilen sich alle sieben Akkorde, nur der Grundton ist ein anderer (Paralleltonart).
  • Harmonisch Moll erhöht die 7. Stufe. So bekommt die V eine große Terz, den Leitton einen Halbton unter dem Grundton, und wird zur echten Dominante. Die meisten Moll-Stücke holen ihre V von hier.
  • Melodisch Moll erhöht zusätzlich die 6. Stufe. Das glättet den großen Sprung zwischen 6 und 7 und macht ii zu Moll und IV zu Dur. Im Jazz heißt sie einfach „Jazz-Moll“.

In der Praxis mischt man: Ein Moll-Stück in a nimmt meist die Akkorde aus natürlich Moll, aber E oder E7 statt Em als Dominante.

Tonika, Subdominante, Dominante

Die Akkorde einer Tonart haben Rollen. Die Tonika (I) ist das Zuhause, die Subdominante (IV) führt weg, die Dominante (V) baut Spannung auf, die sich in die Tonika auflöst.

  • vi und iii vertreten die Tonika, sie teilen zwei Töne mit ihr.
  • ii vertritt die Subdominante. Deshalb funktioniert II–V–I wie IV–V–I.
  • vii° klingt wie eine Dominante ohne Grundton.

Wie Folgen daraus entstehen, zeigt Akkordfolgen; wo die Stufen im Kreis liegen, der Quintenzirkel. Eine Basslinie über diese Akkorde baut die Seite Walking Bass.